
| Asuncion | Nueva Esperanza | Panambi |
| Ypachi | Pypuku/ Pariri | ehemalige Stationen |
Seit 1972 hat die "Misión Alemana entre los Nativos del Paraguay" wie die DIPM in Paraguay heißt, ihre Basisstation in der Hauptstadt Asunción. Auf dem großen Gelände mit mehreren Häusern sind die Verwaltung, das Wohnheim für Missionarskinder (IMA) und kleine Wohneinheiten für die Missionare untergebracht. Die Missionsstationen liegen 250- 500 km im Landesinneren entfernt. Die Basis in Asunción dient als Stützpunkt für Einkäufe, Behördengänge, Schul- und Berufsausbildung der Missionarskinder sowie der Behandlung kranker Indianer.
Mitarbeiterstand 2011: Andreas und Inge Goller, Aldo und Aline Bareiro sowie die Kurzzeitmitarbeiter Oliver Neumann, Sabine Stopp und Lena Heupel.
In der Indianersiedlung Nueva Esperanza (= Neue Hoffnung) leben zur Zeit etwa 24 Mbya-Familien. 1978 kaufte die DIPM 650 ha Land; zehn Jahre später übereignete sie es an die Indianer. Die Mby’a Indianer gehören zur Sprachfamilie der Tupi-Guarani-Indianer.
Mitarbeiterstand 2011: Benno Schuster
1983 wurde in der Nähe des Paraguayerdorfes Panambi (= Schmetterling) die gleichnamige Missionsstation Panambi gegründet. Sie liegt ca. fünf Autostunden nordöstlich von Asunción und zählt zu den größten Stationen der DIPM in Paraguay.
In den Anfangsjahren wurden von Panambi aus regelmäßig zusammen mit indianischen Christen auch Außensiedlungen besucht. Heute gibt es Kontakte und gelegentliche Besuche zu 9 anderen Indianersiedlungen. In der Siedlung Yvu (= Wasserloch) gibt es eine kleine Gemeinde. In Planchada Julia und Alika kue sowie in Toro kangue (= Stierknochen) gibt es einzelne gläubige Indianer. Auch in der Siedlung Tavaí wird regelmäßig Gottes Wort verkündigt.
Mitarbeiterstand 2011: Marianne Gruhler, Helmut und Damaris Mayer, zurück zum Seitenanfang
Ypachi (= weißlich schimmernde Lagune), wurde in den Anfangsjahren der Station Panambi von Missionaren und Indianergeschwistern besucht und eine Zeitlang als fester Einsatzort der Missionare genutzt. In den letzten Jahren treffen sich regelmäßig einige gläubige und interessierte Indianer auf der ehemaligen Missionsstation.
Mitarbeiterstand 2011: Das paraguayische Lehrerehepaar Lorenzo und Kita Cabral.
Die Missionsstation Mboijagua (= Hundeschlange) wurde 1973 gegründet. Sie liegt im Nord-Osten Paraguays im Regierungsbezirk Canindeyu. Auf ca. 1554 ha Land leben in Mboijagua Chiripa-Indianer. Außerdem gibt es Aché-Indianer in der Umgebung.
1977 wurden die ersten Chiripa-Indianer getauft und eine Gemeinde gegründet. Diese Gemeinde schloss sich am 7. Dezember 1996 dem von ihr mitgegründeten indianischen Gemeindeverband IGLEINU (Iglesia Evangélica Indígena Unida) an.
1994 wurde in Mboijagua eine Bibel- und Landwirtschaftsschule aufgebaut. In Zusammenarbeit mit der IGLEINU wurde dorte gläubigen Indianern aus den IGLEINU-Gemeinden eine biblische Kurzausbildung angeboten. Bei den Kursen wurden auch landwirtschaftliche und handwerkliche Fähigkeiten vermittelt. Es gibt auch spezielle Kurse, in denen Indianer zu Gesundheits-helfer ausgebildet werden, sowie Freizeiten für Verantwortliche der Indianergemeinden des gesamten IGLEINU -Verbandes. Die Kurse bieten 11 Ehepaaren / Familien Platz zum Studium.
Ziel aller Kurse und Schulungen ist die Zurüstung der Indianer als Gemeindeleiter, Missionar, Gemeindemitarbeiter und Krankenpfleger. Die Kursteilnehmer können das Erlernte in ihren Siedlungen weitergeben und als Multiplikatoren Vorbilder sein.
In letzter Zeit wurden wegen Unruhen in der nahen Siedlung nur noch wochenweise einzelne Kurse durchgeführt. Zur Zeit wohnen keine deutschen Mitarbeiter mehr dort.
Neben Guarani-Indianern erreichen wir dort in der Nähe auch die Aché-Indianer. Peter und Lidia Etringer arbeiten von Ko’etuvy aus in diesem Stamm.
Auf der Station Pypuku (= langer Fuß) arbeiten wir unter Caiuá-Indianern, die auch als Paitavyterã bekannt sind. Die Indianer dort leben weit verstreut.
Die DIPM unterhält eine große Schule und eine Krankenstation und bietet landwirtschaftliche Projekte an.
Außenstationen sind Pariri und Yvytimi.
Mitarbeiterstand 2010: Johannes und Hanna Kunzi, Dr. Rainer und Solweigh Simon
Piray (= Fischwasser) ist eine ehemalige Missionsstation. Von Piray aus wurden auch andere Indianersiedlungen besucht und betreut. Dadurch enstanden in den Siedlungen Takuajupoty (= gelbe Bambusblüte) und Guarani kleine Christengemeinden. In Piray finden auch regionale Gemeindetreffen und Wochenendfreizeiten für Jugendliche und Kinder statt.
Die Indianerchristen in Piray, Takuajupoty und Guarani sowie auf der ehemaligen Station Cerro Campi werden durch unsere paraguaischen Mitarbeiter Ricardo und Agripina Britez immer wieder besucht und geschult. Es ist uns ein Anliegen, dass die Indianer mehr und mehr selbstständig ihre Gemeinden leiten und missionarisch aktiv bleiben.
Auch die Indianer in der ganz im Süden gelegene Siedlung Ko´eju (=Sonnenaufgang) werden nach Möglichkeit weiter besucht. Manche Indianer zogen auf eine städtische Müllhalde und leben vom Verkauf der verwertbaren Abfälle.