De DIPM begann ihre Missionsarbeit in Brasilien 1967/68 mit den Aufbau der Stationen Pirajui/Taquaperi, Alves de Barros, und Lagoa Rica im Bundesstaat Mato Grosso do Sul. (siehe Karte!)
Damals gab es zwar noch viel Urwald aber keine medizinische, schulische oder landwirtschaftliche Hilfe für die Indianerstämme. Deshalb begann die DIPM neben der Verkündigung des Wortes Gottes überall auch mit Krankenbehandlung, Schulunterricht und Anleitung in Ackerbau und Viehzucht. Gerade durch die Krankenversorgung und eine ausgewogenere Ernährung verbesserte sich der Gesundheitheitszustand nachhaltig. Viele Leben konnten gerettet werden. Der Kadiwéu-Indianerstamm wuchs durch die Betreuung in Alves de Barros von damals ca. 250 Indianer auf heute über 1800.
Durch den Schulunterricht bekamen die Indianer nicht nur die Möglichkeit sich in der brasilianischen Bevölkerung besser zurecht zu finden, sie können jetzt auch selber im Wort Gottes lesen. Die Schule auf der Missionsstation Pirajui unterrichtet heute über 200 Indianerkinder mit eigenen dafür ausgebildeten Indianerlehrern.
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| Neue Indianerkirche in Pirajui | Schulklasse in Pirajui |
Zusammen mit der presbiterianischen Caiuá-Mission in Dourados/MS, die ein eigenes Indianerkrankenhaus und eine Indianerbibelschule unterhält, wurden in den vergangenen Jahrzehnten viele Guarani- und Caiuá-Siedlungen in Bundesstaat Mato Grosso do Sul mit dem Wort Gottes erreicht.
1975 baute die DIPM eine eigene Verwaltungszentrale in Campo Grande/MS auf.
1980 half die DIPM mit, die Indianerbibelschule Agua Azul zu bauen. Sie wird heute ganz von dem UNIEDAS-Gemeindeverband der Terenaindianer geleitet wird.
Mit Terenaindianern zusammen wurden seit 1982 mehrere Reisen in das Bundesland Mato Grosso und Rondônia gemacht, um Kontakte zu unerreichten Stämmen aufzubauen.
Als neue Ausgangsbasis für missionarische Einsätze im Norden wurde dann 1987 die Missionsstation Pimenta Bueno im Bundesstaat Rondônia gegründet. Von dort aus gehen heute unsere Missionare vor allem zu den Suruí und Cinta Larga Indianern.
Für die brasilianischen Missionare auf unseren Stationen konnte 1991 die
brasilianische Tochtermission "Associação Transcultural Evangélica" (ATE) gegründet werden.
1995 dehnten wir die Missionsarbeit noch weiter in den Norden aus. Am Rande von Porto Velho, der Hauptstadt Rondônias, entstand eine neue Missionsstation (siehe Foto).

Hier finden 2x jährlich 4-6 wöchige Bibelkurse für verschiedene Indianerstämme statt. Die Missionare besuchen die Indianer auch in ihren Siedlungen, die nur mit dem Flugzeug oder mehrtägige Reisen zu erreichen sind.
Viele Kontakte sind durch die Wycliff- Bibelübersetzer und andere Missionen entstanden. Durch die langjährige Vorarbeit und unsere kompakte Schulung sind schon missionarisch aktive Indianergemeinden z.B. bei den Paumari und Apurinã-Indianer entstanden.

Noch gibt es viel zu tun. Jeder Indianerstamm hat mehrere oft weit verstreute Siedlungen und wir haben nicht genügend Mitarbeiter, um alle Siedlungen zu besuchen. Es steht uns bereits ein neu ausgebautes Boot zur Verfügung, mit dem wir zusammen mit Indianern noch weitere Indianergruppen besuchen wollen.
Da auch immer mehr Indianer in nahe Orte und Städte ziehen, sind wir dabei, auch diesen Stadtindianern ganzheitlich zu helfen.
Und dann gibt es immer noch 180 vom Wort Gottes unerreichte andere Indianerstämmen in Brasilien.
Wir danken allen, die durch ihre Gebete, Gaben oder ihre Zeit mit dafür einsetzen, dass noch mehr von Jesus, den Retter der Welt hören können.
Wenn sie zusätzlich zum Gebet praktisch mithelfen wollen, klicken sie bitte auch auf "Offene Stellen" oder "Spenden".
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Campo Grande ist mit über 700.000 Einwohner die Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso do Sul. Hier ist die Zentrale und die Verwaltung der DIPM in Brasilien. 
Unter dem Namen Missao Evangélica Unida (MEU) ist die Mission eine eingetragene einheimische Mission, die dem evangelikalen brasilianischen Missionsbund AMTB angeschlossen ist.
Von Campo Grande aus werden Missionsstationen von der Grenze Paraguays bis in den Süden von Amazonien betreut und verwaltet. Ca. 25 deutsche Missionare sind im Missionseinsatz unter folgenden Indianerstämmen: Guarani, Kaiowá, Kadiweu, Surui, Cinta Larga, Paumari und Apurina. Jährlich wechselnde Kurzzeitmitarbeiter stehen den Missionaren unterstützend zur Seite. Für die vielen praktischen Aufgaben haben wir teilweise auch einige Brasilianen beschäftigt.
In Mato Grosso do Sul sind die Indianer in unmittelbarem Kontakt zur Zivilisation. Die auch von staatlicher Seite aus verbesserte Versorgung und Betreuung führte zu einem starken Wachstum der indianischen Bevölkerung. Vor 20 Jahren sprach man von 240.000 in Brasilien lebenden Indianern, heute geht man von 700.000 und mehr Indianern aus.
Die große Herausforderung ist, einen Weg zu finden, wie die Indianer sich selbst versorgen können (besonders in kleinen Reservaten), ohne ständig als Almosenempfänger von der Regierung und von Hilfswerken zu leben. In der Missionsarbeit erleben wir, wie biblische Strukturen auch in der indianischen Kultur mehr Verantwortungsbewusstsein schaffen. Es ist befreiend zu sehen, wie von Angst geprägte Gesichter sich plötzlich entspannen und der innere Frieden in fröhlich gesungenen Liedern zum Ausdruck kommt.
Es ist wahr: Wen der Sohn Gottes frei macht, der ist recht frei! Johannes 8, 36
Mitarbeiterstand 2009: Roland und Annerose Rebmann, Jürgen und Anita Koesler
Die Missionsstation Lagoa Rica wurde 1968 im Bundesstaat Mato Grosso do Sul ca. 50 km nördlich von Dourados gegründet.
Ca. 1 ½ km entfernt leben Caiua-Indianer in einem 370 ha großen Indianerreservat. Die Grenze der Indianersiedlung, in der heute über 650 Indianer leben, bildet ein kleines Flüsschen mit dem Namen Panambi, was übersetzt "Schmetterling" heißt.
Die Caiua-Indianer gehören zur Familie der Tupi-Guarani-Indianer, die mit ca. 30.000 Personen die größte Gruppe der ca. 700.000 Indianer Brasiliens stellen.
Früher waren Mais und Mandioka (kartoffelähnliche Wurzel) ihr Hauptnahrungsmittel. Heute werden auch Reis, Bananen, Erdnüsse und Süßkartoffeln angebaut oder in einer der nahen Ortschaften eingekauft. Viele Männer arbeiten als Saisonarbeiter auf den umliegenden Farmen. Frauen und Kinder versorgen zuhause das eventuell vorhandene Kleinvieh (Hühner, Schweine) und angeln häufig in den kleinen Wasserläufen.
Lange Zeit waren die Missionare die rettende Hilfe im Krankheitsfall. In den letzten Jahren wurde jedoch die staatliche Hilfe durch den Indianerschutzdienst immer besser ausgebaut. Seit 1999 gibt es eine eigene staatliche Gesundheitsbehörde für Indianer, die nun ganz die Krankenbehandlung in der Siedlung abdeckt. Von staatlicher Seite wurde auch ein Wasserversorgungssystem mit Tiefbrunnen installiert, so dass viele nicht mehr am Bach baden oder die Wäsche waschen, sondern direkt an ihren Häusern. Nach einem Streik der Indianer, bei dem sie den Anschluss an das öffentliche Stromnetz verlangt, ist die ganze Indianersiedlung nun auch ans öffentliche Stromnetz angeschlossen.
Auch im Schulwesen leistete die Mission Pionierarbeit, als bereits Anfang der siebziger Jahre Lese- und Schreibunterricht erteilt wurde. Heute besteht die Schule auf der Missionsstation nicht mehr, da eine neue große staatliche Schule in der Siedlung gebaut wurde. Durch den Einsatz eines Schulbusses haben die Schüler die Möglichkeit, höhere Schulen in der Nähe zu besuchen.
Die Tendenz zur höheren Schulbildung ist steigend, da ausgebildete Indianer gesucht werden, die als Lehrer und Krankenpfleger vom Staat angestellt werden.
All diese Entwicklungen verändern den Lebensstil der Indianer rapide. So ersetzen heute bereits einige mit Eternit gedeckte Ziegelsteinhäuser die traditionellen grasgedeckten Holzhütten. In all dem Umbruch sind viele Indianer verunsichert.
Wir sind froh, dass das Neue Testament in ihrer Sprache vorliegt und sie anhand des Wortes Gottes selbst entdecken können: Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Mitarbeiterstand 2009: Werner und Angelika Völkel
Die Missionsstationen Pirajui und Taquaperi (7km westlich davon) wurden 1967 gegründet. In der Siedlung Pirajui wohnen ungefähr 1400 Indianer (hauptsächlich Guarani) in 260 Familien. 1972 konnte die erste Taufe und Gemeindegründung stattfinden und seit 1984 leisten Guarani-Indianer von Pirajui auch selbst Missionsarbeit.
Als Aufgaben der DIPM sehen wir unter anderem:

Mitarbeiterstand 2010: Bernd und Anita Maier, Ursula Bender, Hella Becker, Brigitte Schweizer, Ruth Manß und Friedegard Behmenburg, .
Die Kadiweu-Indianer waren in früheren Zeiten ein großer und sehr gefürchteter kriegerischer Reiter-Stamm. Heute leben die Kadiweu in einem 536 000 ha großen Reservat in Süd-West-Brasilien, angrenzend an den Paraguay-Fluss. Das Reservat wurde ihnen von der brasilianischen Regierung geschenkt, weil sie 1834 durch ihre Mithilfe im brasilianisch-paraguayischen Krieg entscheidend zum Sieg auf brasilianischer Seite beigetragen haben.
Als die DIPM im Jahr 1968 auf Einladung eines einflussreichen Kadiweu-Indianers mit der Missionsarbeit begann, lebten noch 350 Personen. Durch Blutrache, Krankheit und Verfolgung warensie es stark dezimiert. Durch den positiven Einfluss des Evangeliums und durch die medizinische Betreuung ist dieser Stamm wieder auf 1800 gewachsen.
Sprachlich gesehen sind die Kadiweu eine Besonderheit: Sie haben eine Männer- und eine Frauensprache, die sich laut Sprachforschern zu 60 % voneinander unterscheiden!
Am 24. Juni 2000 wurde den Kadiweu das Neue Testament in ihrer Sprache übergeben. 32 Jahre haben Dr. Glyn und Cynthia Griffiths, Sprachforscher der Wycliff-Bibelübersetzer, unter vielen Entbehrungen und Schwierigkeiten an der Übersetzung gearbeitet.
Gottes Wort kann Menschen und Situationen positiv verändern. Die gläubigen Kadiweu auf ihrem Weg mit Gott zu begleiten, sie zu lieben, zu ermutigen und motivieren, das sehen wir als Aufgabe vor uns.
Mitarbeiterstand 2010: Fatima da Costa Oliveira, Maria Langstädtler
„Es ist gut, wenn mein Stamm das Wort Gottes in einfacher Weise bekommt“, sagte uns der Häuptling eines großen Indianerstammes. Er selbst hat Jesus als Herrn und Retter kennengelernt. Nun möchte er, dass auch sein Volk gerettet wird, denn es lebt - entsprechend der Stammesreligion - in einer beständigen Angst vor bösen Geistern.
Als wir diesen und andere Indianerstämme besuchten, wurden wir von mehreren Häuptlingen eingeladen, wiederzukommen und vom lebendigen Gott zu erzählen.
Von der Missionsstation aus arbeiten wir bisher in zwei Stämmen. Gott hat es geschenkt, dass schon einige Indianer die Befreiung von okkulten Mächten und ihrer Sünde erlebten. Dringend brauchen wir weitere Missionare, die sich von Gott rufen lassen und den Schrei der Indianer ernst nehmen: „Komm herüber und hilf uns!“ Apostelgeschichte 16,9b
Mitarbeiterstand 2010: Martin und Christa Bleck, Christian und Jutta Burkard
Die Station wurde 1995 am Stadtrandgebiet von Porto Velho gegründet, in direkter Nachbarschaft zu zwei weiteren Missionswerken: den Wycliff-Bibelübersetzern und Jugend-mit-einer-Mission.
Durch den Einsatz von vielen Kurzzeithelfern konnten Wohnhäuser und Werkstatt, die dazugehörende Infrastruktur und die nötigsten Gebäude des Schulungsgeländes für Indianer erstellt werden.
Die Station, geografisch günstig gelegen, dient zum Einen als Ausgangspunkt für die Arbeit unter Indianern im Bundesstaat Rondônia und Amazonas und zum Anderen als Schulungszentrum für Indianer aus verschiedenen Stämmen. Es bestehen Kontakte zu verschiedenen Indianerstämmen im Umkeis von ca. 300 km um Porto Velho.
Mitarbeiterstand 2009: Markus und Susanne Hiller, Bernhard und Christine Möck, Margarete Pätkau, Ester V. Hery

Wie ein Broccoli-Feld gleitet der Urwald beim Blick nach unten dahin. Die einmotorige Cesna bringt Familie Möck zu den Paumari-Indianern. Etwa eine Stunde braucht die Maschine, um die 200 km von Porto Velho ins Indianerdorf Crispinho zurückzulegen.
Die ca. 700 Paumari-Indianer im Gebiet des Purusflusses (Bundesstaat Amazonas), leben in erster Linie vom Fischfang und Maniokanbau.
Viele waren an Alkohol gebunden und von Krankheiten bedroht . Als vor ca. 20 Jahren Wycliff-Missionarinnen begannen, die Paumari-Sprache zu erforschen, kümmerten sie sich auch um die medizinsche Versorgung des Stammes. Sie bildeten einige Paumari zu Sanitätern aus und entwickelten zweisprachiges Schulmaterial. Durch ihren Dienst entstand 1981 eine Gemeinde. 1997 konnten sie den Paumaris das Neue Testament in ihrer Sprache übergeben.
Die bestehende Gemeinde wird seit 1995 von Familie Möck betreut. Christine und Bernhard Möck helfen z.B. den Gemeindeverantwortlichen beim Vorbereiten ihrer Predigten, geben Anleitung in der Arbeit mit Kindern, Hilfestellung im medizinischen und im schulischen Bereich oder führen zusammen mit den Paumari-Christen evangelistische Einsätze in anderen Siedlungen oder auch anderen Volksgruppen durch.
Ziel ihrer Arbeit ist der Aufbau einer in Gottes Wort fest gegründeten und missionarischen Gemeinde und die Förderung der wirtschaftlichen Eigenständigkeit der Paumari.
Die Paumari Indianer werden von der Basis Arbeit von Porto Velho aus besucht.
Die ca. 2800
lebenden Apurinã leben am Rio Purus im Amazonasbecken. Sie verteilen sich auf mindestens 25 Siedlungen. Vermutlich leben bis zu 1/3 aller Apurinã in den
Städten bzw. in unmittelbarer Stadtnähe. Ihr Lebensraum erstreckt sich
entlang dem Purus-Fluss von Boca do Acre bis nach Manaus. Das sind 1600
Flusskilometer zuzüglich der Nebenflüsse.
Als traditionelle Fischer besitzt jede Familie ein Boot. Das traditionelle Einbaumboot wurde von modernen Holzbooten mit Außenbordmotor abgelöst. Damit fahren sie in ca.zehn Stunden in die nächstgelegene Urwaldstadt Labrea.
Fast jede Familie besitzt einen sogenannten „castanhal“ (= Sammelweg zu verschiedenen Paranussbäumen). Für die meisten ist es die einzige finanzielle Einnahmequelle im Jahr. In den Monaten Januar bis März zieht oft die ganze Familie für ein, zwei oder mehrere Wochen los, um die Nüsse einzusammeln.Wie in früheren Zeiten leben die Apurinã in Gruppen von 50 - 180 Personen in einem Dorf zusammen.
Manche Apurinã vermischen sich durch Heirat immer mehr mit der brasilianischen Flussbevölkerung oder mit anderen Indianergruppen. Dazu sind sie auch gezwungen, weil ihre Siedlungen klein sind und der Verwandtschaftsgrad zu eng ist.
Unter den Apurinã gibt es seit ca. 50 Jahren Missionsbemühungen. Besonders zu erwähnen ist die langjährige Missionsarbeit von zwei Wycliff-Missionarinnen. Sie war nicht vergeblich. Es gibt vielen Siedlungen eine kleine Gemeinde. Die Gläubigen versammeln sich entweder im Haus des Gemeindeleiters oder bei besonderen Anlässen in der Schule.
Die Kinder haben seit einigen Jahren ihre eigene Kinderstunde, die von Anfang an von den Einheimischen gehalten wurde. Durch die Bibelkurse in Porto Velho und die regelmäßigen Stammesbesuche sind einige Mitarbeiter herangewachsen, die die Gemeinde führen und betreuen.
Unser Ziel ist es, nicht nur diese eine Siedlung zu betreuen, die wir bisher regelmäßig besuchen. Wir wollen zusammen mit den gläubigen Indianern in andere Apurinã-Siedlungen reisen. Dort gibt es teilweise schon Apurinã, die entweder bei Stadtbesuchen oder durch „Wandermissionare“ zum Glauben gekommen sind. Uns ist es ein Anliegen, den Kontakt zu ihnen herzustellen und zu prüfen, wo wir ihnen helfen können, eine selbständige Gemeinde zu werden.